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Obedience

Obedience - Was ist das eigentlich?

Der Begriff "Obedience" kommt aus dem Englischen und bedeutet zu deutsch nichts weiter als "Gehorsam". Ihren Ursprung hat diese Sportart in Großbritannien, wo bereits 1955 die ersten Meisterschaften ausgetragen wurden. Obedience ist in Deutschland noch ein relativ junger Sport. Erst seit 2001 gibt es eine deutsche Prüfungsordnung, die im Jahre 2007 noch einmal deutlich aktualisiert und der Praxis angepasst wurde.
Um eine Obedience-Prüfung mit den Worten der PO zu beschreiben:
„ Es wird versucht, einem Hund ein kooperatives und kontrolliertes Verhalten beizubringen. Besonders zu beachten sind der gute Kontakt zwischen Hund und Hundeführer sowie das bereitwillige Gehorchen des Hundes, auch wenn er sich in einem Abstand vom HF befindet.“ Ganz einfach, oder?

Wo liegt nun der Unterschied zu den anderen Hundesportarten?
Zu den uns bereits aus anderen Hundesportarten bekannten Gehorsamsübungen wie Bei-Fuss-Gehen, Apportieren, Vorausschicken, Abrufen, Bleib-Übungen, Sitz, Platz, Steh aus der Bewegung werden weitere interessante Elemente
eingebaut wie z. B.:

Abb. 1: Abliegen in der Gruppe
Abb. 2: Apportieren von Metall
Abb. 3: Geruchsidentifikation

Übungen zur Überprüfung der sozialen Verträglichkeit gegenüber Hunden und Menschen (z. B.: Ablage in der Gruppe mit und ohne Sichtkontakt zum Hundeführer, Stehen und Betasten durch den Leistungsrichter, Gebiss-Kontrolle)
Freisprung über eine Hürde
Distanzkontrolle (Sitz, Platz, Steh aus der Entfernung)
Geruchsidentifikation (unter mehreren gleich aussehenden Gegenständen muss der Hund denjenigen heraussuchen und apportieren, der den Geruch des Besitzers trägt)
Metallapport
Umgang Mensch/Hund

Am Ende der Prüfung wird der partnerschaftliche und faire Umgang zwischen Hund und Hundeführer gewertet. Der Hund soll das ganze Programm "fröhlich" erarbeiten.

Ein "technisch perfekter", aber lustloser oder gar gedrückter Hund kann hier keine Punkte erzielen.

Es wird großen Wert auf die soziale Verträglichkeit und den partnerschaftlichen Umgang des Teams gelegt. In den Einstiegsklassen sind diese Elemente "Pflichtübungen", d. h. es muss eine Mindestpunktzahl erzielt werden, ansonsten kann das Team diese Prüfung nicht bestehen.

Ein weiterer großer Unterschied zu den anderen Hundesportarten ist, dass es im Obedience kein "Laufschema" gibt. Die Elemente
z. B. in der Freifolge sind zwar festgelegt (rechts, links, Halt, linksumkehrt usw.), aber die Ausführung erfolgt auf Anweisung des Leistungsrichters, d. h. in jeder Prüfung erarbeitet man ein anderes Laufschema.

Wer kann diese Sportart ausüben?
Ganz einfach: Jeder, der daran interessiert ist.

Beim Obedience geht es in erster Linie um Präzision. Nicht Schnelligkeit und Geschicklichkeit zählen, sondern das perfekte Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund. Auch Hunde, für die rasse-, alters- oder gesundheitsbedingt andere Sportarten nicht mehr in Frage kommen, können im Obedience erfolgreich sein.

Durch die Einteilung der Prüfungen in verschiedene Schwierigkeitsstufen - Beginnerklasse, Klasse 1, 2 und 3 - wird der Einstieg erleichtert.

Voraussetzung zum Start in einer Obedience-Prüfung ist der Nachweis einer erfolgreich abgelegten Begleithundeprüfung, sowie ein Mindest-Zulassungsalter in der Beginner-Klasse/Klasse 1 von 15 Monaten, Klasse 2 von 16 Monaten und Klasse 3 von 17 Monaten.









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