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Stöberhund

Die Stöberarbeit ist im Bereich der Vielseitigkeitsprüfungen im Hundesport angesiedelt. Ziel der Stöberarbeit ist es, dass der Hund innerhalb eines bestimmten Bereiches, dem so genannten Stöberfeld, vorher ausgelegte Gegenstände findet und durch hinlegen anzeigt, man spricht hier vom Verweisen der Gegenstände. Dabei variiert die Größe des Stöberfeldes von 20 bis 30 Meter in der Breite und 30 bis 50 Meter in der Länge sowie die Größe und Anzahl der Gegenstände in Abhängigkeit des Ausbildungsstand des Hundes der entsprechenden Prüfungsstufe. Die späteren Stöberprüfungen werden unterschieden in die Stufen I, II und III.

Die Stöberarbeit wird grundsätzlich mit dem nicht angeleinten Hund ausgeführt. Dies bedeutet jedoch, dass der Hund über einen sehr guten Gehorsam verfügt und sich dabei über Stimme, also Hörzeichen, wie auch über Sichtzeichen auf Entfernung lenken lassen muss. Dies wird umso deutlicher, wenn man berücksichtigt, dass Stöberprüfungen auch auf nicht eingezäunten Flächen außerhalb des Hundeplatzes (z. B. Reitplatz, Wiesen, Wald usw.) abgelegt werden können.

Die Stöberarbeit gehört neben der Fährtenhundarbeit zu den reinen „Nasendisziplinen“ im Hundesport. Beide Sportarten unterscheiden sich vor allem in folgendem Punkt.

In der Fährtenhundarbeit verfolgt der Hund eine Geruchsspur, die hauptsächlich aus Bodenverletzung durch die Fußstapfen des Fährtenlegers und Anhaftungen des Fährtenlegers entsteht. Diesem sog. Fährtengeruch folgt der Hund intensiv mit der Nase tief über dem Boden. Auf der Fährte ausgelegte Gegenstände werden aufgrund der daran befindlichen menschlichen Geruchsanhaftungen vom Hund verwiesen.

In der Stöberarbeit wird der Hund, wie in der Fährtenarbeit, auf das Verweisen von Gegenständen mit menschlichen Geruchsanhaftungen konditioniert. Im Unterschied hat der Hund hier jedoch die Aufgabe, diese Gegenstände (Geruchsquelle) selbstständig in dem Stöberfeld zu finden. Seine Arbeitsweise wird sich dabei deutlich von dem eines Fährtenhundes unterscheiden. Der Stöberhund arbeitet mit hoher und halbhoher Nase und wird erst je näher er an die Geruchsquelle stößt, mit der „tiefen Fährtenhundnase“ arbeiten. Vorstellbar ist die Stöberarbeit in etwa so, als ob wir Menschen ein Fußballfeld mit bunten Smarties füllen und nur einen z. B. gelben Smartie auslegen. Diesen gelben Smartie gilt es zu finden. Dieser Prozess läuft bei unseren Hunden als „Nasentier“ natürlich mit der Nase und nicht wie bei uns mit den Augen ab. Damit wird deutlich, dass Stöberarbeit sehr viel mehr ist, als ein „Nasenspiel“.

Die Anlehnung an Elemente der Ausbildung von Spürhunden von z. B. Zoll, Polizei und Rettungsdiensten wird deutlich. Man stelle sich vor, man konditioniert den Hund nicht auf die Gegenstände sondern z. B. auf Tabak. Das Stöberfeld erweitert man z. B. um einen PKW.












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